Osnabrücker IT für französischen Geopark

Foto: Pressestelle Universität Osnabrück

red. Besuchern eines französischen UNESCO Geoparks ist es bald möglich, mit einfachen Mitteln in der Umweltforschung mitzuwirken. Mittels einer App, die das Institut für Informatik der Universität Osnabrück zusammen mit dem Osnabrücker Unternehmen mindQ im Auftrag des französischen UNESCO Global Geoparks „Parc Naturel Régional des Causses du Quercy“ entwickelt, werden die Besucher Fotos mit dem Handy fotografieren, die Bilder direkt hochgeladen und der Forschung zur Verfügung stellen.

Innerhalb der App ist es möglich, sich einen bevorzugten Platz des Geoparks, einen sogenannten Point of Interest, auszusuchen, zu dem der Nutzer mithilfe von GPS und Augmented Reality-Technologien navigieren kann. Sobald der Besucher an der gewünschten Stelle angekommen ist, erscheint auf dem Smartphone ein virtuelles Ziel, welches durch Bewegung der Kamera in die richtige Position gebracht wird. Bekannt ist diese Technik zum Beispiel aus der App „Pokémon Go“. Automatisch wird dann ein Foto aufgenommen und in die Datenbank hochgeladen.

„Die Fotos ermöglichen eine Dokumentation von Umweltveränderungen, mit denen Geopark-Mitarbeiter arbeiten können. Beispielsweise klimatische Veränderungen und das Verhalten verschiedener Tierarten können so besser sichtbar gemacht werden,“ so Projektleiter Prof. Dr. Norbert de Lange (siehe Foto) zu den Zielen des Projekts.

Im November 2015 hatte die UNESCO mit den Global Geoparks eine weitere Kategorie von UNESCO-Stätten – neben den Welterbestätten und den Biosphärenreservaten – geschaffen. UNESCO Global Geoparks sind Gebiete mit geologischen Stätten und Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung. Der französische Naturpark Causses du Quercy liegt im Département Lot in der Region Okzitanien. Mit der App soll das Gebiet noch intensiver untersucht werden.Derzeit gibt es 127 UNESCO Global Geoparks in 35 Ländern, sechs davon in Deutschland: Bergstraße-Odenwald, Harz–Braunschweiger Land–Ostfalen, Schwäbische Alb, TERRA.vita, Vulkaneifel sowie der deutsch-polnische UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen/Łuk Mużakowa.