Logistik besser vernetzen und nachhaltiger gestalten

Abschlusskonferenz ePIcenter an der Hochschule Emden/Lee

36 Projektpartner zur Abschlusskonferenz des EU Projekts „ePIcenter“ in Emden
Die Mitglieder des von der EU mit rund 6,85 Millionen Euro geförderten Projekts „ePIcenter“ (Enhanced Physical Internet-Compatible Earth-frieNdly freight Transportation answER) haben sich im Mai zu ihrer Abschlusskonferenz an der Hochschule Emden/Leer. Das Internationale Konsortium hat mit seinen 36 Partnern aus 17 Nationen die Ergebnisse der Forschung zur weltweiten nachhaltigen und vernetzten Logistik der Zukunft diskutiert, um konkrete Lösungen daraus zu entwickeln.

Die Hochschule als Gastgeber verantwortete den innovativen und klimaneutralen Ansatz der Produktionslogistik eines Automobilwerks mit Hyperlooptechnologie. „In den kommenden Wochen wird die Installation eines Demonstrators abgeschlossen sein, der es ermöglicht, die Modellierungen und Simulationsergebnisse aus ePIcenter experimentell zu prüfen”, so Prof. Thomas Schüning. Diese stehen seit Projekt-beginn im Jahr 2020 im Fokus der technologischen und betrieblichen Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit globaler Lieferketten.

Das Projekt ePIcenter ermöglicht es, mit digitalen Lösungen belastbarere Verkehrs-netze aufzubauen und im globalen Handel, auf unvorhersehbare Situationen und Marktveränderungen schnell zu reagieren. „Zugleich können Emissionen aus dem Transportsektor gesenkt werden – effizient und nachhaltig durch den Einsatz der Hyperloop-Technologie, die am Institut für Hyperloop Technologie in Emden er-forscht wird”, erläutert Prof. Walter Neu, der gemeinsam mit Prof. Schüning das IHT leitet.

Partner der Hochschule stellten unter anderem autonome LKW, Softwarelösungen zur Treibstoffeinsparung mit künstlicher Intelligenz für die Schiffsnavigation sowie vernetzte und modulare Containerlösungen vor.

„Unsere Motivation, an diesem Projekt teilzunehmen war, dass es sich um ein Projekt mit einer großen Vision handelt, bei dem viele verschiedene Aspekte zur Verbesserung der Lieferkette untersucht werden.“, sagt Projektkoordinatorin Karen van Brussel vom Europas zweitgrößten Hafen Antwerpen-Brügge.

Auf dem Programm standen auch ein Besuch des Maritimen Campus in Leer mit dem Schiffssimulator, an welchem Kapitäne ausgebildet werden und das maritime Technikum mit einem 30 Meter langen Schlepptank zur Erforschung neuer Schiffskonzepte.

Beim Stahlbauer Klaas Siemens in Emden konnten die Komponenten der zurzeit im Bau befindlichen 27 Meter langen Hyperloop Forschungsinfrastruktur „goTube“ be-gutachtet werden. Die Versuchsanlage wird in den nächsten Wochen vor dem FabLab auf dem Campusgelände in Constantia installiert und nach Abschluss der Inbetriebnahme im Herbst eröffnet.

Weitere Informationen zum Projekt ePIcenter gibt es unter https://epicenterproject.eu.