Zukünftige Energiesysteme mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien werden auch stärker digitalisiert sein als heute. Wie kann diese Digitalisierung möglichst resilient gestaltet werden? Extremwetter, Cyberangriffe und andere Schocks können schnell zu Versorgungsausfällen zu Lasten der Bevölkerung führen. IQIB stellt in der Springer-Publikation „Towards Energy System Resilience“ (Open Access) vor, wie Energiesysteme resilient gestaltet werden können. Dabei werden neben theoretischen und praktischen Ansätzen insbesondere die rechtlichen Vorgaben und die politische Steuerung (Governance) untersucht.
Die Publikation ist ein praxisorientierter Wegweiser zur schrittweisen Stärkung der Resilienz zukünftiger Energiesysteme und stellt konkrete Umsetzungsmaßnahmen vor. In den von den Editoren Dr. Davy van Doren, Dr. Bert Droste-Franke und Gabriele Fohr im Rahmen einer Expertengruppe zusammengeführten Beiträgen zeigen die Autoren unter anderem, wie ökonomische und rechtliche Aspekte berücksichtigt werden und wie Menschen aktiv in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse zukünftiger Energieversorgung einbezogen werden können.
Die Publikation richtet sich an Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik, die an der Gestaltung zukünftiger, zunehmend digitalisierter Energiesysteme beteiligt sind.
„Towards Energy System Resilience“ basiert auf den Ergebnissen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (vormals BMWK) geförderten Projekts „ReMoDigital – Resilience Monitoring for the Digitalisation of the energy transition“ und erscheint in der Reihe „Ethics of Science and Technology Assessment“.
Neben dem Wegweiser ist in dem Projekt ein Stresstest-Instrumentarium entwickelt worden, das politische Entscheiderinnen und Entscheidern unterstützt, Energiesysteme resilienter zu gestalten. Mit dem Tool zeigen wir, wie Energiesysteme, deren Informations- und Kommunikationstechnologien und das Verkehrssystem auf Schocks reagieren und wie geeignete Digitalisierungen ihre Resilienz stärken können.
