Nachhaltigkeit als konstitutiver Bestandteil der Identität

Quelle: Die Linde

Mit ihrem Leitbild Nachhaltigkeit und einer Gesamtsynthese aus Pilotvorhaben zum klimaneutralen Forschungsbetrieb geht die Leibniz-Gemeinschaft strategisch und operativ voran: Mit einem überarbeiteten Leitbild Nachhaltigkeit sowie der Veröffentlichung zentraler Ergebnisse aus zehn Pilotvorhaben zum klimaneutralen Forschungsbetrieb geht die Leibniz-Gemeinschaft auf dem Weg zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit weiter voran. Während das Leitbild Nachhaltigkeit die grundsätzliche Strategie der Leibniz-Gemeinschaft skizziert, formuliert die Gesamtsynthese der Pilotvorhaben konkrete Erkenntnisse, Best Practices und Empfehlungen für den alltäglichen Forschungs- und Wissenschaftsbetrieb.

„Für die Leibniz-Gemeinschaft ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema unter vielen, sondern konstitutiver Bestandteil unserer Identität: in der Forschung, in der Organisationsentwicklung, im täglichen Handeln“, betont der designierte Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Christoph M. Schmidt. „Unser Ansatz ist es, Nachhaltigkeit systemisch zu denken, Verantwortung über disziplinäre Grenzen hinweg zu übernehmen und Forschung wirksam auf gesellschaftlichen Wandel auszurichten.“

Barbara Sturm, Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft und Präsidiumsbeauftragte für Nachhaltigkeit, ergänzt: „Effektiver Klimaschutz kann nur als integraler Bestandteil der Forschungskultur, des Alltagsbetriebs und der Organisationsentwicklung realisiert werden. Deshalb haben wir aus zehn Pilotvorhaben konkrete Maßnahmen und Hilfestellungen entwickelt, mit denen in den einzelnen Instituten Klimaneutralität schrittweise als ein langfristiger, dynamischer Lernprozess von unmittelbar wirksamen Sofortmaßnahmen bis hin zur ganzheitlichen und dauerhaften Managementaufgabe erreicht werden kann.“

Das Leitbild Nachhaltigkeit setzt den Rahmen für eine „Kultur der Nachhaltigkeit“ in der Leibniz-Gemeinschaft. Es versteht Nachhaltigkeit nicht nur im ökologischen Sinn umweltfreundlicher und ressourcenschonender Forschungsprozesse, sondern weitet den Blick bewusst ganzheitlich auf die Bereiche Strategie- und Organisationsentwicklung sowie Personalentwicklung und -management.

Die an den Pilotvorhaben zum klimaneutralen Forschungsbetrieb beteiligten Institute wurden bewusst so ausgewählt, dass sie die Vielfalt der Leibniz-Einrichtungen widerspiegeln. Entsprechend umfassen die Pilotvorhaben unterschiedlichste Ausgangslagen und Anforderungen – von energieintensiven Forschungsinfrastrukturen wie Laboren, Reinräumen oder Tierhäusern über teils unter Denkmalschutz stehende Bürogebäude bis hin zu Forschungsmuseen. Zugleich berücksichtigen sie die föderale Verteilung über Bundesländer mit jeweils unterschiedlichen landesspezifischen Rahmenbedingungen.

Die nun veröffentlichte Gesamtsynthese deckt ebenfalls diese Vielfalt ab. Die zusammengefassten Ergebnisse sprechen Handlungsempfehlungen zu einer breiten Themenpalette aus: Sie umfassen neben Machbarkeitsstudien im Energiesektor und für klimaneutrale Neubauten, die Entwicklung von Tools zur Treibhausgas-Bilanzierung, den Aufbau eines Energiemanagementsystems, Konzepte zur klimaneutralen Energieversorgung energieintensiver Institute sowie Fahrpläne zur Klimaneutralität.

Mit dem Beschluss des Leitbilds Nachhaltigkeit durch die Mitgliederversammlung hat sich die Leibniz-Gemeinschaft als Ganzes zu ihrer Verantwortung auf dem Weg zur Klimaneutralität bekannt. Das durch den Strategiefonds der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Projekt „Leibniz Klimaneutral 2035“ hat nicht nur die Ergebnisse der zehn Pilotvorhaben aus den Jahren 2023 bis 2024 aufbereitet und dokumentiert. Den Instituten stehen damit auch Angebote für eine individuelle Beratung zur strategischen Ausrichtung ihres Klimaschutzmanagements sowie fachliche Unterstützung bei der Einordnung von Klimaschutz-relevanten (politischen) Entwicklungen zur Verfügung.