Eigentlich könnte ein Gartenteich eine Oase für Insekten sein. Doch selbst in bester Absicht angelegte Teiche können solche Giftmengen enthalten, dass ihr Wasser völlig tot ist. In einem Beitrag in der jüngsten Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ zum Thema „Seltene Schönheit – wenn Vielfalt verschwindet“ berichtet Prof. Jörg Oehlmann von der Suche nach dem Ursprung dieser Gifte – und wie sie vermieden werden können. In weiteren Beiträgen befasst sich das Forschungsmagazin der Goethe-Universität damit, welche Gefahren die so possierlichen Waschbären mit sich bringen, wie sich erdgeschichtlich die Entstehung von Arten simulieren lässt und warum eine Lagune vor Gericht ziehen kann.
In der Steinwüste einer Großstadt sind Gartenteiche wertvolle Refugien für vielerlei Insekten: Auch während langer Dürren werden die Mini-Ökosysteme immer wieder mit Wasser befüllt, und zwischen Straßen und Gebäuden wirken sie wie Inselketten für die Kerbtiere, zwischen denen sie sich bewegen können. Schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Gartenteiche gibt es in Frankfurt am Main, 17 davon haben Prof. Jörg Oehlmann und sein Team untersucht.
„Um einen dieser Teiche flogen Dutzende von Libellen und andere Insekten, aber im Wasser lebte keine einzige Larve“, berichtet der Biologe in der jüngsten Ausgabe von Forschung Frankfurt. Nach gründlicher Analyse stellte sich heraus, dass vor allem Gifte aus bestimmten Teichfolien dafür verantwortlich sind, aber auch aus Gartenschläuchen oder von Holzschutzfarben drohte die Gefahr. Hier sei viel Aufklärungsarbeit zu leisten, meint der Frankfurter Forscher.

In weiteren Artikeln von „Forschung Frankfurt“ geht es zum Beispiel darum, wie die invasiven Waschbären in Deutschland die Bestände beispielweise von Schlangen und Kröten gefährden und darüber hinaus Krankheiten einschleppen, die auch für Menschen gefährlich sind. In weiteren Texten erklären Forschende, wie sie die Evolution mit aufwändigen Computermodellen abbilden und so zeigen können, warum der südamerikanische Regenwald so viel artenreicher ist als der afrikanische. Weitere Forschungsgeschichten handeln davon, wie erstmals eine spanische Lagune gegen ihre Verschmutzung vor Gericht zieht und so die Rechtsordnung in Bewegung bringt, oder wie wir der Biodiversitätskrise mit einer Kombination aus technischen und naturbasierten Lösungen begegnen können.
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