Forschung für eine erfolgreiche Verkehrswende

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Für ihr herausragendes Forschungskonzept zur Verkehrswende erhalten die Wissenschaftler des Research Lab for Urban Transport (ReLUT) den Innovationspreis des Fördervereins der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) e.V. Der Förderverein würdigt den ambitionierten Antrag der Forschungsgruppe bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichte Petra Rossbrey, die Vorsitzende des Fördervereins, am 29. September 2026 bei der offiziellen Festveranstaltung.

„Innovation entsteht dort, wo Forschung neue Perspektiven eröffnet und zugleich Antworten auf konkrete gesellschaftliche Herausforderungen sucht“, so Rossbrey. „Das Projekt des ReLUT verbindet genau beides: wissenschaftliche Exzellenz mit dem Anspruch, Erkenntnisse für Politik und Verkehrsplanung nutzbar zu machen. Das ist Forschung mit unmittelbarer praktischer Relevanz – und damit gelebte Innovationskraft an der Frankfurt UAS.“

Anwendungsnahe Forschung und Erfahrungsgewinn

„Mit ihrem Antrag bei der DFG haben unsere Forschenden Wissen und Strukturen aufgebaut, von denen wir bei künftigen Projekten profitieren“, betont Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Präsident der Frankfurt UAS. „Eingespielte Abläufe, agile Teams aus Forschung und Verwaltung und die Einbindung externer Stakeholder sind das Ergebnis einer professionellen Zusammenarbeit. Von dem erfolgreichen Wissenstransfer zeugt ein weiterer Antrag unserer Hochschule, der aktuell von der DFG bewertet wird. Ich danke allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement.“

Zum Konzept: Forschung für eine erfolgreiche Verkehrswende

Trotz großen Handlungsbedarfs wird das bundesweite Verkehrsnetz derzeit nur schleppend umgestaltet. Die Gründe dafür sind vielfältig: Häufig mangelt es an Wissen über konkrete Interessenskonflikte, betroffene Gruppen und die Auswirkungen unterschiedlicher Nutzungen. Erst wenn Forschung, Politik und Verkehrsplanung die Zusammenhänge präzise verstehen, können sie wirksame Strategien entwickeln.

Diese Lücken wollte das ReLUT wissenschaftlich bearbeiten und schließen. Im Zentrum seines DFG-Antrags stand die Frage, wie unsere Gesellschaft die Verkehrswende erfolgreich gestalten kann. Um diese zu beantworten hatte das Forschungsteam geplant, internationale Erkenntnisse einzubinden und mit Akteur*innen des Verkehrssystems zu kooperieren, u.a. mit der Stadt Frankfurt, dem House of Logistics & Mobility, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und dem Fachinformationsdienst Mobilitäts- und Verkehrsforschung (FID move). Erklärtes Ziel der Wissenschaftler*innen war es, eine fundierte Basis für politische und planerische Entscheidungen zu schaffen.