HEATOPIA – Effiziente Planung für zukunftsfähige Wärmenetz

© Fraunhofer IEG/Mollwitz Fraunhofer IEG im Austausch mit Expertinnen und Experten zu echten Anwendungen mit nachhaltigem Nutzen.

Die Kommunen und ihre Stadtwerke bauen ihre Wärmeversorgung stetig um und erschließen sich immer neue Technologien: Geothermie, Wärmepumpen oder Wärmenetze, Quartiers- oder Infrastrukturplanungen. Ein gut aufgestellter Ansprechpartner für Energieversorger und Quartiersentwickler ist Fraunhofer IEG, welches anwendungsnah an den Energiesystemen der Zukunft forscht. Auf der Messe E-world ab dem 10. Februar 2026 stellt Fraunhofer IEG konkrete und innovative Lösungen und Methoden aus der Praxis vor (Halle 3, Stand 3R120 und 3R140, Gemeinschaftsstand des Landes NRW).

»Die industrielle und kommunale Wärmewende macht den Standort zukunftsfest. Dazu trägt auch das Fraunhofer IEG mit seiner angewandten Forschung bei«, erklärt Dr. Alexander Heim, Geschäftsfeldkoordinator Wärmeversorgung am Fraunhofer IEG. »Wir freuen uns, auf der E-world unsere Ideen mit Energieversorgern, Industrie und öffentlicher Hand auszutauschen. Gemeinsam wollen wir die Energiewende in Betrieben, Gemeinden und Quartieren umsetzen.« Mit Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung und Anwendungsoptimierungen unterstützt Fraunhofer IEG alle Energieakteure bei der Transformation ihrer Wärmeversorgung. Am Stand vertieft Fraunhofer IEG mit einem Programm kurzer Vorträge die Themen der Wärmewende. Jeweils um 11 Uhr und 14:30 Uhr stellen Expertinnen und Experten ihre Lösungen für Anwender vor:

Wärmewende passiert in den Kommunen

Das passende Tool, um Fern- und Nahwärmenetze sektorenübergreifend zu optimieren, stellt Kai George von der Fraunhofer IEG vor. Die Software »Heatopia« in der Planungsbibliothek »enable« berücksichtigt nicht nur technische, sondern auch ökonomische Rahmenbedingungen. Sie entwirft Systeme als digitale Zwillinge aus aufeinander abgestimmten Erzeugern, Netzen und Speichern, samt Abschätzungen für Investitionskosten, Standortauswahl, Betriebsparameter und Einsatzzeiten. Mit »Heatopia« können sowohl Transformations- und Neubaupläne entwickelt als auch deren Umsetzung in Quartieren und Kommunen begleitet werden. So können Pläne kontinuierlich aktualisiert und zu jedem Zeitpunkt die richtigen Maßnahmen identifiziert werden. Der Vortrag am Stand findet jeweils um 11 Uhr am Dienstag und Mittwoch, 10. und 11. Februar 2026 statt.

Sektorgekoppelte Energieversorgungsplanung für Quartiere und Kommunen

Das Team um Anette Anthrakidis und Philip Lapa vom Fraunhofer IEG erarbeitet Softwaretools als Entscheidungshilfen zum Aus-, Um- oder Neubau von Versorgungsinfrastrukturen im Rahmen konzeptioneller Fallstudien. Ihre integrierte Quartiersentwicklung baut auf fundierte Potenzialanalysen und auf die Einbindung von lokalen, erneuerbaren Energiequellen. Sie erarbeiten dazu Erschließungskonzepte für Niedertemperaturquellen wie Geothermie und Abwärme. In Machbarkeitsstudien setzen sie die Bausteine Wärmenetz, Speicher und Wärmepumpe sowie die Kopplung mit anderen Sektoren wie Strom, Kälte und stofflichen Infrastrukturen zu einem zukunftsfesten Energiesystem zusammen. Der Vortrag am Stand findet jeweils um 14.30 Uhr am Dienstag und Mittwoch, 10. und 11. Februar 2026 statt.

Optimierte Energiekonzepte für Liegenschaften unter Einbezug von Geothermie

Der Vortrag von Prof. Michael Rath zeigt, wie integral geplante Energiekonzepte den effizienten Einsatz von Geothermie in Bestandsliegenschaften ermöglichen. Im Fokus stehen die systemische Integration von Wärme- und Kälteversorgung, Speicherlösungen sowie die intelligente Kopplung mit weiteren erneuerbaren Energien. Innovative Erschließungsmethoden wie die Schrägbohrtechnik eröffnen dabei neue Potenziale auch unter bestehenden Gebäuden und Hallen. Der Vortrag richtet sich an alle, die zukunftsfähige, skalierbare Energielösungen für Gebäude und Quartiere entwickeln oder umsetzen wollen. Der Vortrag am Stand findet jeweils um 11 Uhr und 14.30 Uhr am Donnerstag, 12. Februar 2026 statt.