Ideen für eine nachhaltigere Zukunft

Finale des Goethe-SDG-Contest 2026 Quelle: ZERO LABS Copyright: Goethe-Universität Frankfurt

Rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsszene verfolgten die Präsentationen der Teams, die sich zuvor in einem intensiven Bootcamp gegen insgesamt zwölf ausgewählte Projekte durchgesetzt hatten. Der vom Goethe-Unibator in Zusammenarbeit mit Santander Deutschland organisierte Wettbewerb, der sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert, zeigt jedes Jahr aufs Neue das Potenzial unternehmerischer Lösungen für globale Herausforderungen. Auch 2026 reichte das Spektrum der Ansätze von nachhaltigen Materialien über digitale Lösungen bis hin zu Gesundheitsinnovationen. Die sechs Finalistenteams des diesjährigen Contests waren: Algrid, ALL LCA, CeraSleeve® GmbH, Diamics, LifeXLab und Waterprint.

In kompakten Pitch-Präsentationen stellten sie ihre Geschäftsmodelle einer hochkarätigen Jury vor. Diese bestand aus Prof. Dr. Michael Huth, Judith Pfeifer und Felipe Macias. Die Gewinnerteams wurden mit Preisgeldern in Höhe von 5.000 Euro (1. Platz), 3.000 Euro (2. Platz) und 2.000 Euro (3. Platz) ausgezeichnet:

1. Platz: Algrid – Das Team sammelt schädliche Sargassum-Algen offshore ein und wandelt sie in wertvolle Biomasse für Anwendungen in Pharma-, Energie- und Baumärkten um.
2. Platz: Diamics – Mit der Lösung „diaLab“ ermöglicht Diamics eine schnelle, dezentrale und laborunabhängige STI-Diagnostik in unter 30 Minuten – auch in Regionen ohne Labore.
3. Platz: CeraSleeve® GmbH – Das Team entwickelt ein nachhaltiges Papieradditiv, das wasserabweisende Papierprodukte recyclingfähig macht und fossile Beschichtungen ersetzt.

Auch die weiteren Finalisten – ALL LCA mit einer Software zur automatisierten Nachhaltigkeits- und Ökobilanzierung für die Industrie, LifeXLab mit einer Streamingplattform für mentale Stärke und positive Psychologie sowie Waterprint mit PCR-basierten Lösungen zur Abwasserüberwachung – erhielten große Anerkennung für ihre zukunftsweisenden Beiträge.

„Die Qualität und Vielfalt der diesjährigen Beiträge zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in nachhaltigen Geschäftsideen steckt. Die Teams haben nicht nur technologische Lösungen entwickelt, sondern auch klare Wege aufgezeigt, wie diese in der Praxis Wirkung entfalten können“, betonte Prof. Dr. Michael Huth, Vizepräsident der Goethe-Universität.

Neben den Pitch-Präsentationen bot das Finale auch Raum für Austausch und Diskussion. Ein besonderes Highlight war die Paneldiskussion zum Thema „Herausforderungen & Chancen von Impact Startups“. Unter der Moderation von Dr. Kirstin Schilling diskutierten Marcello Eiermann, Martin Raditsch und Wojtek Konieczny über aktuelle Entwicklungen, Hürden und Perspektiven im Bereich wirkungsorientierter Gründungen.

Der Goethe-SDG-Contest ist Teil der umfassenden Nachhaltigkeits- und Gründungsförderung der Goethe-Universität und bringt Studierende, Forschende und Praxispartner zusammen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Mit dem erfolgreichen Finale 2026 unterstreicht die Goethe-Universität erneut ihre Rolle als Impulsgeberin für nachhaltige Innovation und verantwortungsvolles Unternehmertum.