Transformationsprojekte: Nachhaltig im Beruf gestartet

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Wie kann man die sozial-ökologische Transformation in Betrieben voranbringen, besonders mit Blick auf Energiewende und Kreislaufwirtschaft? Ein wichtiges Instrument sind innovative Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepte. Einschlägige Projekte gingen heute auf einer Fachtagung im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn an den Start. Rund 140 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft und betrieblicher Praxis nutzten die Veranstaltung, um die 17 geförderten Vorhaben kennenzulernen und sich auszutauschen.

An den Transformationsprojekten sind 51 Institutionen beteiligt – darunter Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kammern, Bildungsdienstleister und weitere Akteure der Berufsbildungspraxis. Die Projekte gehören zur zweiten Förderrichtlinie des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden (NIB)“.

Im Mittelpunkt der dreijährigen Projektarbeit steht die Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsangeboten, die Fach- und Führungskräfte unterstützen, Transformationsprozesse im Betrieb aktiv mitzugestalten – insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fördert die Projekte unter Kofinanzierung des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) mit circa 16 Mio. Euro. Das BIBB ist für die fachliche Begleitung zuständig.

„Die ökologische Transformation gelingt nur mit gut qualifizierten Fachkräften. Die Berufsbildung ist deshalb ein zentraler Hebel, um Betrieben bei Energiewende und Kreislaufwirtschaft wirksam zur Seite zu stehen“, sagte BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser. „Die geförderten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie innovative Qualifizierungsansätze konkrete Veränderungen in der betrieblichen Praxis anstoßen können.“

Die inhaltliche Bandbreite der geförderten Vorhaben ist groß: Das Projekt „TraVer – Transformation durch Vernetzung“ zum Beispiel verfolgt einen technologiegestützten Ansatz. Es nutzt Expertenwissen und Maschinendaten aus laufenden Produktionsprozessen und überführt diese in KI-gestützte Lern- und Optimierungskonzepte.

Fachkräfte erhalten so in Echtzeit Hilfe bei nachhaltigen Produktionsentscheidungen. Das Projekt „C.E.W – Circular Economy Werkstätten“ zielt darauf ab, zirkuläre Geschäftsmodelle im Handwerk zu verankern. Dazu entwickelt es Bildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte und erprobt praxisnahe Konzepte, um die Ressourceneffizienz zu steigern. Die entstehenden Konzepte und Good-Practice-Beispiele werden bundesweit verfügbar gemacht.

In den kommenden Jahren sollen diese und alle weiteren Projekte fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Instrumente zur Stärkung betrieblicher Transformationsprozesse hervorbringen. Unterstützt werden sie durch ein Metavorhaben, das übergreifende Forschungsfragen bündelt und auswertet.

Informationen zu allen Projekten finden Sie in einem Programmbooklet auf der Website:
http://www.nachhaltig-im-beruf.de