Förderprogramme tragen Industrieforschung zeitnah in die Breite

Dr. Matthias Heider ist seit 1. Februar 2025 Geschäftsführer der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V. Die AIF ist Interessenvertreter an der Schnittstelle zwischen Industrie und Forschung. © AIF

Der aktuell veröffentlichte Bundesbericht Forschung und Innovation 2026 (BuFI 2026) hebt die anwendungsnahe Forschung von Industrie und Mittelstand bereits zu Beginn ausdrücklich hervor: „Die Bundesregierung stärkt zudem gezielt den Mittelstand durch die unternehmensfreundliche mittelstandsorientierte Innovations- und Digitalisierungsförderung, wie etwa das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), das Programm „INNO-KOM“, das Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren sowie die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital.“

Der Geschäftsführer der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V., Dr. Matthias Heider, unterstreicht die hohe Wirksamkeit dieser Förderinstrumente. ZIM, IGF, INNO-KOM und weitere Programme ermöglichen eine schnelle und erfolgreiche Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktorientierte Innovationen.

„Die aus den Unternehmen heraus entwickelten und von unseren Forschungsvereinigungen koordinierten Forschungsvorhaben sowie deren Ergebnisse können dank dieser Programme unkompliziert und zeitnah in die Breite getragen werden. Sie stärken damit wesentlich die Wettbewerbs-, Zukunfts- und Weltmarktfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft. Die Innovationen aus mittelständischen Betrieben, die oft auch Zulieferer für die Industriekonzerne sind, schaffen die nicht nur in diesen Zeiten dringende Flexibilität der Großen. Sie machen die Industrie beweglich“, erklärt Heider.

Gleichzeitig stellt der AIF-Geschäftsführer das über sieben Jahrzehnte aufgebaute, branchenübergreifende Netzwerk von Forschungsvereinigungen, -einrichtungen, zehntausenden innovativen Unternehmen und weiteren kompetenten Partnern für die weitere Realisierung der Hightech-Agenda Deutschland zur Verfügung.

Bundesministerin fordert schnelle Anwendung nach der Forschung

Der Bundesbericht Forschung und Innovation wird von der Bundesregierung alle zwei Jahre als zentrales Überblickswerk zur Forschungs- und Innovationspolitik von Bund und Ländern veröffentlicht. Im Vorwort betont Bundesforschungsministerin Dorothee Bär die Bedeutung einer konsequenten Innovationspolitik: „Deutschland verfügt über starke Voraussetzungen: exzellente Forschung, innovative Unternehmen und ein leistungsfähiges Innovationsökosystem. Entscheidend ist jetzt, diese Stärken entschlossen zu nutzen. Der Forschung muss schneller die Anwendung folgen, der Innovation konsequenter die Wertschöpfung. Dazu bündeln wir Kräfte, setzen klare Prioritäten und investieren gezielt in Technologien, die für unsere Zukunft entscheidend sind.“

Dem BuFI 2026 zufolge gehört Deutschland weiterhin zu den führenden Innovationsstandorten weltweit. Im Jahr 2024 investierten Wirtschaft und öffentliche Hand insgesamt mehr als 137 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE). Das entspricht einem Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert einen neuen Höchststand. Mit einer FuE-Quote von 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt Deutschland erneut über dem entsprechenden EU-Zielwert. Bundesweit sind rund 840.000 Menschen in Forschung und Entwicklung beschäftigt.