Regenwasser ist eine wertvolle Ressource

Regenwasser als wertvolle Ressource für eine wasserbewusste Stadtentwicklung Quelle: Bernhard Müller Copyright: DWA

Die bundesweit wichtigste Fachveranstaltung zu Schwammstadt, Gewässerschutz und Starkregenvorsorge findet am 23. und 24. Juni an der HTWK Leipzig statt. Wie können Städte besser auf Starkregen, Hitze, Trockenperioden und die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden? Welche neuen gesetzlichen Anforderungen kommen auf Kommunen und Wasserwirtschaft zu? Antworten auf diese Fragen stehen im Mittelpunkt der RegenwasserTage 2026, die am 23. und 24. Juni an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) stattfinden.

Die Tagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) gilt als wichtigste Fachveranstaltung Deutschlands zu Themen wie Regenwasserbehandlung und wasserbewusster Stadtentwicklung. Sie findet seit über 20 Jahren einmal jährlich statt.

Rund um aktuelle Entwicklungen im urbanen Regenwassermanagement kommen in Leipzig Fachleute aus Wissenschaft, Kommunen, Planungsbüros, Unternehmen und Verbänden zusammen. Im Fokus stehen neue Regelungen zum Gewässerschutz, Konzepte für eine wasserbewusste Siedlungsentwicklung, der Betrieb zentraler und dezentraler Anlagen sowie Strategien zur Starkregen- und Überflutungsvorsorge. Begleitet wird die Veranstaltung von einer Fachausstellung mit Unternehmen und Institutionen der Wasserwirtschaft.

„Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich zunehmend in längeren Trockenperioden und gleichzeitig häufigeren Starkregenereignissen. Regenwasser wird damit zu einer zentralen Ressource, die wir künftig noch intelligenter bewirtschaften müssen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, der an der HTWK Leipzig das Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft leitet und ermöglicht hat, dass die RegenwasserTage 2026 an der HTWK Leipzig stattfinden: „Die Tagung bietet eine wichtige Plattform, um aktuelle Forschungsergebnisse, neue Regelwerke und praktische Erfahrungen zusammenzuführen.“ Milke ist seit 13 Jahren Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen/ Thüringen der DWA und Mitglied im Kuratorium des Bundesverbandes.

Nachhaltige Stadtentwässerung

Die fachlichen Herausforderungen nehmen kontinuierlich zu. Mit der Umbenennung des DWA-Hauptausschusses „Entwässerungssysteme“ in „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ trägt die Fachwelt diesem Wandel Rechnung. Gefragt sind heute integrierte Lösungen, die Gewässerschutz, Klimaanpassung und Überflutungsvorsorge miteinander verbinden.

Die HTWK Leipzig bringt ihre Expertise insbesondere im Bereich der nachhaltigen Stadtentwässerung und der klimaangepassten Infrastrukturentwicklung ein. Mit Tilo Sahlbach ist ein Wissenschaftler der Hochschule im Programm vertreten. In seinem Vortrag „Auswirkungen von BlauGrünen Maßnahmen auf die Mischwasserbehandlung“ stellt er aktuelle Erkenntnisse zu den Effekten naturnaher Regenwasserbewirtschaftung auf bestehende Entwässerungssysteme vor.

Für die HTWK Leipzig unterstreicht die Ausrichtung der RegenwasserTage ihre Rolle als wichtiger Wissenschafts- und Transferpartner im Bereich Wasserwirtschaft und Klimaanpassung. Die Hochschule engagiert sich seit vielen Jahren in Forschung, Lehre und Praxisprojekten zu nachhaltigen Infrastrukturen, urbanem Wassermanagement und resilienten Städten und entwickelte gemeinsam mit Partnern beispielsweise die Starkregengefahrenkarten für Leipzig und das Leipziger Umland.

Die Veranstaltung wird von renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis geleitet, darunter Prof. Dr. rer. nat. habil. Brigitte Helmreich (Technische Universität München), Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dittmer (RPTU Kaiserslautern-Landau), Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning (FH Münster) sowie Dr.-Ing. Stephan Fuchs (Karlsruher Institut für Technologie).